Pi nebenbei

Anleitung für Einsteiger · zuletzt geprüft 26.07.2026

Dein Raspberry Pi läuft sowieso.
Warum ihn nicht nebenbei etwas Geld verdienen lassen?

In etwa 15 Minuten eingerichtet. Du musst kein Profi sein. Toller Einstieg in die Welt des Mini-Computers.

  • Einrichtung ca. 15 Minuten
  • Für Anfänger geeignet
  • Jederzeit wieder deaktivierbar
In 15 Minuten fertig

Vier Schritte, dann läuft es

Kein Vorwissen nötig. Alle Befehle stehen weiter unten zum Kopieren – du musst nichts abtippen und nichts verstehen, was du nicht verstehen willst.

  1. Pi vorbereiten System einmal aktualisieren. Zwei Befehle, drei Minuten. ca. 3 Min.
  2. Konto erstellen Kostenlos, E-Mail genügt. Beim ersten Anbieter gibt es ein Startguthaben. ca. 2 Min.
  3. Befehl kopieren Einen Befehl ins Terminal einfügen, Enter drücken, kurz warten. ca. 5 Min.
  4. Läuft Gerät erscheint im Dashboard. Ab hier musst du nichts mehr tun. fertig
Kurz erklärt

Was dabei eigentlich passiert

Firmen brauchen Internetzugänge aus echten Privathaushalten – für Preisvergleiche, Anzeigenprüfung oder um zu sehen, wie ihre eigene Website in verschiedenen Regionen aussieht. Aus einem Rechenzentrum funktioniert das nicht, weil solche Zugriffe erkannt und geblockt werden.

Genau dafür zahlen sie. Die Anbieter auf dieser Seite kaufen dir einen kleinen Teil deiner ungenutzten Bandbreite ab und vermitteln sie weiter. Dein Pi rechnet dabei praktisch nicht, er leitet nur weiter – deshalb reicht auch ein älteres Modell und der Stromverbrauch bleibt, wo er ohnehin war.

Das ist die andere Seite der Medaille Über deine IP-Adresse läuft fremder Datenverkehr. Die Anbieter geben an, ihre Kunden und Ziele vorab zu prüfen. Kontrollieren kannst du das als Nutzer nicht – dieses Restrisiko gehört zur Entscheidung dazu, und ich finde, man sollte es lesen, bevor man anfängt, nicht danach.

Zwei Dinge vorher klären Erstens: Nicht jeder Internettarif erlaubt, dass fremder Datenverkehr über deinen Anschluss läuft. Ein Blick in die AGB deines Providers dauert fünf Minuten. Zweitens: In Netzen, die dir nicht gehören – Wohnheim, Arbeitgeber, WG mit gemeinsamem Anschluss – brauchst du eine ausdrückliche Erlaubnis.

Realistisch eingeordnet

Was dabei herauskommt

Die Einnahmen unterscheiden sich je nach Land, Internetanschluss, Standort und tatsächlicher Nachfrage. Für einen deutschen Privatanschluss berichten Nutzer je nach Dienst meist etwa 1 bis 5 US-Dollar pro Monat und Dienst. Manche erreichen weniger, einzelne mehr. Da der Pi ohnehin läuft, kommt das zu Kosten dazu, die du sowieso hast.

Rechne es mit deinen Zahlen durch

Nichts wird gespeichert oder übertragen – die Rechnung läuft direkt in deinem Browser.

Strom pro Monat
Bleibt übrig
Auf ein Jahr
Hardware bezahlt nach

Wo die Voreinstellungen herkommen 4 Watt ist ein üblicher Leerlaufwert für einen Pi 4 oder 5 ohne angeschlossene Peripherie – miss am besten selbst mit einem Energiekostenmessgerät nach. Die 6 Euro Gutschrift unterstellen zwei parallel laufende Dienste im mittleren Bereich. Das ist eine Annahme, keine Zusage: Die Anbieter können ihre Vergütungssätze jederzeit ändern, und niemand kann dir sagen, wie viel Nachfrage es in deiner Region gibt.

Schritt 1 von 2

Fang mit EarnApp an

Von allen vier Diensten ist das der einfachste Einstieg: ein Befehl, kein Docker, native Unterstützung für den Raspberry Pi. Wenn dir das gefällt, kommt Schritt 2 dazu. Wenn nicht, hast du zehn Minuten investiert und deinstallierst es wieder.

EarnApp

Betrieben von Bright Data

Befehle geprüft nativ, kein Docker
Auszahlung ab
10 US-Dollar
Wege
PayPal, Wise, Gutscheine
Automatik
Auto-Redeem möglich
Extra
Offerwall, Empfehlungen

Nach der Installation läuft EarnApp als Systemdienst und startet nach jedem Neustart von selbst wieder. Du musst dich um nichts kümmern. Wenn du Auto-Redeem aktivierst, wird ab 10 US-Dollar automatisch ausgezahlt – dann brauchst du dich nicht einmal einzuloggen.

Wichtig, und in vielen Anleitungen im Netz falsch EarnApp untersagt in seinen Nutzungsbedingungen ausdrücklich den Betrieb in virtuellen Maschinen, Docker-Containern und Emulatoren. Es gibt viele Bastelanleitungen, die alle vier Dienste gemeinsam in einen Docker-Stack packen – bei EarnApp riskierst du damit die Sperrung deines Kontos samt Guthaben. Nimm hier die native Installation, so wie unten beschrieben.

Voraussetzung prüfen

EarnApp braucht ein 64-Bit-System. Dieser Befehl sagt dir, was dein Pi meldet – erwartet wird aarch64:

pi@raspberrypi:~
uname -m

So richtest du es ein

  1. Kostenloses Konto anlegen – dafür ist der Knopf unten.
  2. Den Befehl unten auf dem Pi ausführen und die Nutzungsbedingungen bestätigen.
  3. Am Ende zeigt das Skript eine Verknüpfungs-URL an.
  4. Diese URL im Browser öffnen, während du eingeloggt bist – damit gehört der Pi zu deinem Konto.
  5. Im Dashboard prüfen, ob das Gerät als „online“ erscheint. Fertig.
EarnApp installieren
wget -qO- https://brightdata.com/static/earnapp/install.sh > /tmp/earnapp.sh && sudo bash /tmp/earnapp.sh
Wie werde ich es wieder los?

Über das mitgelieferte Deinstallationsskript. Danach ist nichts mehr auf dem Pi, und das Konto löschst du separat im Dashboard.

EarnApp entfernen
sudo /usr/bin/earnapp uninstall

Der genaue Pfad kann sich je nach Version unterscheiden. [EARNAPP_DEINSTALL_PRUEFEN]

Kostenlos bei EarnApp starten Empfehlungslink · für dich kostenlos, ich erhalte eine Vergütung
Schritt 2 von 2

Läuft EarnApp? Dann kommt Honeygain dazu

Zwei Dienste parallel auf demselben Pi sind technisch kein Problem – die Systemlast bleibt winzig. Honeygain läuft über Docker und gibt dir über einen Empfehlungslink 5 US-Dollar Startguthaben, was den Weg zur ersten Auszahlung spürbar verkürzt.

Honeygain

Container, startet nach Neustart selbst

5 US-Dollar Startguthaben Docker nötig
Auszahlung ab
20 US-Dollar
Startguthaben
5 US-Dollar über Empfehlung
Geräte
max. 10 pro Konto, 1 pro IP
Wege
PayPal oder JumpToken

Die 20 US-Dollar Auszahlungsgrenze ist die höchste von allen vier Diensten – mit dem Startguthaben fehlen dir aber nur noch 15. Wer nicht warten will, kann in den JumpTask-Modus wechseln: Dort entfällt die Grenze weitgehend, ausgezahlt wird dafür in einer Kryptowährung statt auf PayPal.

Docker zuerst Falls noch nicht geschehen, brauchst du Docker. Das ist ein Werkzeug, das eine Anwendung samt allem, was sie braucht, in ein abgeschottetes Paket packt. Der praktische Vorteil für dich: Du wirst den Dienst später mit einem einzigen Befehl restlos wieder los.

1 · Docker installieren
curl -fsSL https://get.docker.com | sh
sudo usermod -aG docker $USER
newgrp docker

Was curl … | sh tatsächlich macht Es lädt ein fremdes Skript herunter und führt es sofort mit deinen Rechten aus. Bei get.docker.com ist das der vom Hersteller selbst empfohlene Weg. Bei unbekannten Quellen solltest du das Skript erst herunterladen und lesen, bevor du es startest – das gilt für jede Anleitung im Internet, auch für diese hier.

Jetzt kommt die Stelle, an der viele Anleitungen schweigen: Das offizielle Honeygain-Image ist für amd64 gebaut, dein Pi ist arm64. Ohne Zwischenschritt startet der Container mit der Fehlermeldung exec format error. Die Übersetzungsschicht dafür heißt binfmt und ist ein Einzeiler:

2 · Übersetzungsschicht einrichten
docker run --privileged --rm tonistiigi/binfmt --install all
3 · Honeygain starten
docker run -d \
  --name honeygain \
  --restart unless-stopped \
  --platform linux/amd64 \
  honeygain/honeygain -tou-accept \
  -email [DEINE_HONEYGAIN_MAIL] \
  -pass [DEIN_HONEYGAIN_PASSWORT] \
  -device [NAME_FUER_DEN_PI]

Zum Passwort Es liegt im Container und lässt sich später über docker inspect honeygain auslesen. Verwende deshalb ein eigenes, langes Passwort, das du nirgendwo sonst nutzt. Wer den Pi mit anderen teilt, sollte das im Hinterkopf behalten.

Ob es läuft, siehst du an den Protokollzeilen:

4 · Prüfen
docker logs honeygain
Wie werde ich es wieder los?

Ein Befehl, und der Container samt allem Inhalt ist weg.

Honeygain entfernen
docker rm -f honeygain
Konto anlegen und 5 US-Dollar sichern Empfehlungslink · das Startguthaben zahlt Honeygain, nicht du
Optional

Du möchtest mehr herausholen?

Erst wenn die ersten beiden laufen, lohnt sich der Blick hierher. Zwei weitere Anbieter, gleiches Prinzip – aber lies vorher den Kasten darunter, sonst wunderst du dich über ausbleibende Erträge.

Pawns.app

Niedrigste Auszahlungsgrenze

Auszahlung ab
5 US-Dollar
Geräte
1 pro Netzwerk
Extra
bezahlte Umfragen

Die 5-Dollar-Grenze ist die niedrigste im Feld – hier siehst du am schnellsten, ob überhaupt etwas ankommt. Dazu kommen Umfragen, die du am Rechner ausfüllen kannst.

Pawns.app starten
docker run -d --name pawns \
  --restart unless-stopped \
  iproyal/pawns-cli:latest \
  -email=[DEINE_PAWNS_MAIL] \
  -password=[DEIN_PAWNS_PASSWORT] \
  -device-name=[NAME_FUER_DEN_PI] \
  -accept-tos
Zu Pawns.app Empfehlungslink

TraffMonetizer

Anmeldung per Token

Auszahlung ab
10 US-Dollar
Geräte
mehrere möglich
Extra
echtes arm64-Image

Angenehm gelöst: Statt E-Mail und Passwort hinterlegst du einen Token aus deinem Dashboard. Damit landet kein Kontopasswort auf dem Pi – das ist die sauberste Anmeldung von allen vieren.

TraffMonetizer starten
docker run -d --name tm \
  --restart unless-stopped \
  traffmonetizer/cli_v2:arm64v8 \
  start accept \
  --token [DEIN_TRAFFMONETIZER_TOKEN] \
  --device-name [NAME_FUER_DEN_PI]

Den Token findest du nach der Anmeldung im Dashboard unter „Your application token“. Einfach kopieren und oben einsetzen.

Zu TraffMonetizer Empfehlungslink

Warum ein zweiter Pi im selben WLAN kaum etwas bringt Honeygain und Pawns.app lassen pro IP-Adresse nur ein Gerät zu; bei Honeygain erscheint sonst die Meldung „Network overused“. Auch EarnApp deckelt den Ertrag pro IP. Der Grund ist naheliegend: Verkauft wird nicht Bandbreite, sondern der Zugang aus einem echten Haushalt – und der bleibt einer, egal wie viele Geräte du anschließt.

Was tatsächlich zählt, sind verschiedene Anschlüsse. Deshalb lohnt es sich, die Apps zusätzlich auf dem Smartphone zu installieren und dort über das Mobilfunknetz laufen zu lassen – das ist eine andere IP. Alle vier Anbieter haben Apps für Android, iOS, Windows und macOS.

Auf einen Blick

Die vier Anbieter nebeneinander

Stand 26.07.2026. Anbieter ändern Konditionen ohne Ankündigung – im Zweifel gilt, was auf deren Seite steht.

Vergleich von EarnApp, Honeygain, Pawns.app und TraffMonetizer
AnbieterAuszahlung abStartguthabenGeräte pro IPAuf dem Pi
EarnApp10 USDmehrere, Ertrag gedeckeltnativ, Docker verboten
Honeygain20 USD5 USD1Docker mit binfmt
Pawns.app5 USD1Docker, arm64
TraffMonetizer10 USDje nach Aktionmehrere, Traffic teilt sichDocker, arm64
Kostenloser Download

Der Raspberry-Pi-Spickzettel

Alle wichtigen Befehle auf zwei Seiten: System, Docker, screen, Temperatur, Speicher, Netzwerk. Gedacht zum Ausdrucken und neben den Pi legen – oder auf dem Tablet offen lassen, während du tippst.

  • Jeder Befehl mit Beschreibung, Erklärung und Hinweis
  • Sauber gesetzte Codeblöcke zum Abtippen oder Kopieren
  • A4, druckoptimiert, ohne Farbverschwendung
  • Keine E-Mail-Adresse nötig – einfach herunterladen
Spickzettel herunterladen (PDF)
Für Neugierige

Monero-Mining: spannend, aber kein Geschäft

Beim Mining rechnet der Pi selbst mit, statt nur Daten weiterzuleiten. Ehrlich eingeordnet: Die Rechenleistung eines Pi ist verglichen mit üblicher Mining-Hardware winzig, der Stromverbrauch steigt deutlich. Nimm das als Lernprojekt – technisch ist es das interessanteste auf dieser Seite.

XMRig über MoneroOcean

Client selbst bauen, Pool anschließen

Kühlung nötigStrom beachten

Zuerst: eine Wallet anlegen

Bevor du irgendetwas installierst, brauchst du eine Adresse, an die die Auszahlungen gehen. Ohne sie kannst du den Miner nicht einmal starten. Eine Monero-Wallet ist im Grunde ein Schlüsselbund: Die öffentliche Adresse gibst du weiter, den geheimen Wiederherstellungssatz aus 25 Wörtern behältst du für dich.

  1. Offizielle Wallet-Software von getmonero.org laden – für den Anfang reicht die schlanke Variante ohne komplette Blockchain.
  2. Neue Wallet erstellen und ein Passwort vergeben.
  3. Den Wiederherstellungssatz aus 25 Wörtern auf Papier notieren. Nicht abfotografieren, nicht in eine Notiz-App tippen.
  4. Die öffentliche Adresse kopieren – sie beginnt mit einer 4 und ist recht lang.

Der Wiederherstellungssatz ist das Geld Wer ihn hat, hat Zugriff. Wer ihn verliert, verliert alles – es gibt keine Hotline, die das zurücksetzt. Und: Tippe die Empfangsadresse später niemals ab, sondern kopiere sie immer. Ein Zahlendreher bedeutet, dass Auszahlungen ins Nichts gehen.

Dann: XMRig bauen

Den Miner kompilierst du einmal selbst. Das dauert je nach Pi-Modell einige Minuten.

1 · Abhängigkeiten und Build
sudo apt install git build-essential cmake libuv1-dev libssl-dev libhwloc-dev -y
git clone https://github.com/xmrig/xmrig.git
cd xmrig && mkdir build && cd build
cmake .. && make

Warum hier screen auftaucht – und nur hier XMRig läuft im Vordergrund. Schließt du das SSH-Fenster, ist der Miner weg. screen legt eine Sitzung an, die unabhängig von deiner Verbindung weiterläuft. Bei den Docker-Diensten weiter oben brauchst du das nicht – dort erledigt --restart unless-stopped genau diese Aufgabe.

2 · In einer screen-Sitzung starten
sudo apt install screen -y
screen -S miner
./xmrig -o gulf.moneroocean.stream:80 -u [DEINE_WALLET_ADRESSE] -p [NAME_FUER_DEN_PI]
# Trennen: Strg+A, dann D   ·   Zurück: screen -r miner   ·   Übersicht: screen -ls

Was die Parameter bedeuten

  • -o — Adresse und Port des Mining-Pools
  • -u — deine Wallet-Adresse aus dem Schritt oben
  • -p — ein frei wählbarer Gerätename

Woran es scheitert

  • Dauerlast heizt den Pi auf – ohne Kühlkörper drosselt er
  • Der Verbrauch steigt deutlich über den Leerlaufwert
  • Eine screen-Sitzung überlebt keinen Neustart
Falls du noch keinen hast

Mein Setup – und was ich davon wirklich brauche

Du brauchst nicht alles davon. Die ersten vier Punkte sind Pflicht, der Rest ist Komfort. Ich schreibe dazu, warum das Teil bei mir liegt – und wo du getrost sparen kannst.

Pflicht

Raspberry Pi 5 (4 GB)

Für reines Bandbreiten-Sharing wäre auch ein gebrauchter Pi 4 oder ein Zero 2 W völlig ausreichend – die Last ist minimal. Den 5er habe ich, weil er nebenbei noch andere Dinge macht. Wichtig ist nur: 64-Bit-fähig.

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Pflicht

Originalnetzteil

Der häufigste Grund für einen Pi, der grundlos abstürzt oder sich beim Booten aufhängt, ist ein zu schwaches Netzteil. Hier zu sparen kostet Nerven, nicht Geld – nimm das offizielle.

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Pflicht

MicroSD-Karte, 32 GB

Nimm eine mit A2-Kennzeichnung. Billige Karten sterben im Dauerbetrieb nach einigen Monaten – das ist keine Theorie, das ist mir zweimal passiert. 32 GB reichen völlig.

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Pflicht

LAN-Kabel

Klingt banal, macht aber den Unterschied. Über WLAN reißt die Verbindung immer mal ab, und jede Unterbrechung ist Zeit, in der nichts läuft. Ein Kabel ist die billigste Zuverlässigkeitssteigerung, die es gibt.

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Empfehlung

Gehäuse mit Kühlkörper

Für Bandbreiten-Sharing allein wird der Pi kaum warm. Sobald du aber mit dem Mining aus dem Abschnitt oben experimentierst, drosselt er ohne Kühlung. Ein passives Alugehäuse reicht und bleibt lautlos.

Beim Händler ansehen
Optional

SSD statt SD-Karte

Nur sinnvoll, wenn der Pi noch andere Aufgaben hat. Fürs Bandbreiten-Sharing bringt es nichts – die Dienste schreiben kaum. Ich habe eine, weil bei mir zusätzlich ein Medienserver läuft.

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Nice to have

Energiekostenmessgerät

Das Ding, mit dem ich die Werte im Rechner weiter oben überprüft habe. Kostet wenig, und danach musst du nicht mehr schätzen, was dein Pi tatsächlich zieht.

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Zu den Links Das sind Partnerlinks. Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Ich verlinke nur Dinge, die bei mir tatsächlich liegen – und schreibe ausdrücklich dazu, wenn du etwas davon nicht brauchst. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

In eigener Sache

Warum es diese Seite gibt

Bei mir stand jahrelang ein Raspberry Pi im Regal und hat Werbung blockiert. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, für ungefähr einen Euro Strom im Monat. Irgendwann kam die naheliegende Frage: Wenn das Ding sowieso läuft und die Leitung sowieso da ist – kann es dann nicht nebenbei noch etwas anderes tun?

Die Suche danach war ernüchternd. Fast alles, was man dazu findet, gehört in eine von zwei Schubladen: entweder reißerische Videos mit erfundenen Zahlen und Auszahlungs-Screenshots, oder Foreneinträge, in denen jemand ohne weitere Erklärung einen Docker-Befehl postet, der seit zwei Jahren nicht mehr funktioniert. Dazwischen: wenig. Ich hatte selbst keine Ahnung von Terminal-Befehlen und Commandozeilen.

Diese Seite ist der Versuch, das Dazwischen zu füllen. Jeder Befehl hier ist einer, den ich selbst ausgeführt habe. Wo ich mir nicht sicher bin, steht das ausdrücklich dabei – solche Stellen sind farbig markiert, statt dass ich etwas Plausibles hinschreibe und hoffe.

Was du hier nicht finden wirst: Screenshots meiner Auszahlungen, Countdown-Zähler, Erfolgsgeschichten. Nicht weil ich mich zurückhalte, sondern weil solche Zahlen für dich nichts aussagen. Wie viel bei dir herauskommt, hängt an deinem Anschluss, deiner Region und der Nachfrage – nicht daran, was bei mir angekommen ist. Statt Beweisbildern gibt es deshalb den Rechner weiter oben, in den du deine eigenen Zahlen einträgst.

Finanziert wird das über die Empfehlungslinks. Wenn du dich über einen davon anmeldest, bekomme ich eine Vergütung – dich kostet es nichts, und in einigen Fällen bekommst du selbst ein Startguthaben. Das ist der ganze Deal. Er ändert nichts daran, dass die Nachteile jedes Dienstes hier genauso ausführlich stehen wie die Vorteile.

Häufige Fragen

Das wird am häufigsten gefragt

Wie viel kann man realistisch verdienen?

Das hängt vom Land deiner IP-Adresse, vom Anschluss und von der tatsächlichen Nachfrage ab – nicht von der Leistung des Pi. Für einen deutschen Privatanschluss berichten Nutzer je nach Dienst meist etwa 1 bis 5 US-Dollar pro Monat und Dienst. Manche erreichen weniger, einzelne mehr. Mit dem Rechner oben siehst du, was nach Stromkosten übrig bleibt.

Ist das in Deutschland legal?

Die Dienste selbst lassen sich legal nutzen. Entscheidend ist dein Internetvertrag: Manche Provider untersagen in den AGB das Weiterleiten fremden Datenverkehrs. In Netzen, die dir nicht gehören – Wohnheim, Arbeitgeber, WG – brauchst du eine ausdrückliche Erlaubnis. Diese Seite ist eine technische Anleitung und keine Rechtsberatung.

Muss ich die Einnahmen versteuern?

Einnahmen aus solchen Diensten können steuerlich relevant sein, auch wenn es um kleine Beträge geht. Es gibt Freigrenzen für sonstige Einkünfte, deren Anwendung aber vom Einzelfall abhängt. Ich bin kein Steuerberater und kann dir das nicht beantworten – frag im Zweifel bei einer fachkundigen Stelle nach.

Bremst das mein Internet aus?

Im Alltag merkt man davon in der Regel nichts – es geht um ungenutzte Kapazität, und die Datenmengen sind gemessen an einem normalen Anschluss klein. Relevant wird es bei einem Volumentarif: Dann solltest du die Finger davon lassen oder ein Limit setzen. Bei einer Flatrate ist es unkritisch.

Bringt ein zweiter Pi doppelt so viel?

Im selben Heimnetz nicht. Honeygain und Pawns.app lassen pro IP-Adresse nur ein Gerät zu, EarnApp deckelt den Ertrag pro IP. Verkauft wird der Zugang aus einem echten Haushalt – und der bleibt einer. Was zählt, sind verschiedene Anschlüsse: etwa zusätzlich die App auf dem Smartphone im Mobilfunknetz.

Wie sicher sind meine Zugangsdaten auf dem Pi?

Bei Docker-Diensten liegen E-Mail und Passwort in der Container-Konfiguration und sind über docker inspect lesbar. Nutze deshalb für jeden Dienst ein eigenes, langes Passwort, das du sonst nirgends verwendest. TraffMonetizer löst das am elegantesten: Dort hinterlegst du nur einen Token, kein Kontopasswort.

Wie werde ich alles wieder los?

Docker-Dienste mit docker rm -f name – danach ist der Container samt Inhalt weg. EarnApp entfernst du über sein Deinstallationsskript. Die Konten löschst du separat im Dashboard des jeweiligen Anbieters. Es bleibt nichts zurück, was du nicht selbst entfernen könntest.

Kann mein Konto gesperrt werden?

Ja, und das ist der wichtigste Grund, die Nutzungsbedingungen zu lesen. Häufige Sperrgründe sind VPNs, Proxys, Rechenzentrums-IPs und – bei EarnApp – der Betrieb in virtuellen Maschinen oder Docker-Containern. Bei einer Sperre ist in der Regel auch das angesammelte Guthaben verloren.